Neugierig? Na dann mal los!

Freitag, 21. August 2026

Urnenbeisetzung - 1 Tag vorher

 Bis eben wusste ich noch, was ich schreiben wollte. Eigentlich. Den Haustürschlüssel habe ich bei der Nachbarin abgegeben. Ich fahre morgen zur Urnenbeisetzung. Und übernachte bei meiner Mutter. Bis Montag früh, wenn es gut läuft, bis Sonntag Abend, wenn nicht. In einer Stunde etwa soll ich meinen Sohn vom Bahnhof abholen. Ein wenig Schiss habe ich davor, eigentlich nur deshalb, weil ich ihn als absoluten Narzissten wahrnehme. Obwohl sich sein Verhalten, gemessen an den Jahren zuvor schon enorm verbessert zu haben schien. Vor Jahren nahm ich mir immer eine Unterkunft, um ihn zu besuchen, da schafften wir es nur punktuell (zu einem gemeinsamen Essen in einem Caffee oder Ähnlichem) zusammenzukommen. Heute geht es auch mal am Stück. Aber nicht mehr wie 2 Tage, dann läuft bei Ihm alles auf Hochtouren und das Fass über. Er braucht ein Ventil, um weiter zu funtionieren. Bei mir hat er das nicht, deshalb der Angriff vor ein paar Tagen, ich sehe das in der Zwischenzeit reflektierter. Es hatte nichts mit der derzeitigen Situation, oder nur punktuell was mit mir zu tun. Überforderung und alte Wunden, die jeder von uns hat. Aber zurück zum Geschehen. Zum Mittag bringe ich das übriggebliebene Fleisch und die Würstchen zur Feuerwehr. Ich benötige das nicht, möchte es auch in keiner Weise vergütet haben. Denn hier geht es Hand in Hand. Ich werde das Gefühl nicht los, dass genau die Leute etwas für einen tun, die sowieso schon genug mit sich zu tun haben, mit sich herumtragen. Irmgard hatte mir gestern Goulasch gebracht, damit ich heute etwas zum Mittag habe. Das kommt mir sehr entgegen. Irgendwie. Obwohl ich mir gestern Fisch gekauft hatte, freue ich mich schon! Karen bin ich gestern noch mit dem Auto begegnet. Sie backt für morgen die Plätzchen, ich finde das total nett und überhaupt nicht übergriffig. So muss ich mir keine Gedanken um so etwas machen. Getränke habe ich noch, die ich für morgen verwenden könnte. Ich denke darüber nach, ein paar Worte auf der Urnenbeisetzung zu sprechen. Was soll der Inhalt sein? Organisatorisches, oder doch mehr? Es wird mir einfallen. Dann hatte ich den Versicherungsfritzen gefragt, ein langjähriger Freund von Jupp, ob er nicht zu dem ehemaligen Freund von Jupp, also Sven eine Verbindung herstellen könnte. ER scheint der Einzige zu sein, der Kontakt zu ihm hatte. Immerhin wusste er, dass Sven in Europa mit dem Fahrrad unterwegs sei und sie im Sommer noch telefoniert hatten. Vor ein paar Tagen hat der Versicherungsfritze behauptet, dass Sven sein Handy nicht abgenommen hätte. Ich bat darum, eine SMS zu senden, er antwortete, ich habe bis Samstag zu tun, ich kann nicht helfen. Oh mann, ich war so nah dran! Wo ist die Menschlichkeit nur geblieben? Ich nehme es gelassen und frage gar nicht mehr, wünsche ihm eine schöne Zeit. Ich fange an, los zu lassen, nicht mehr hinterher zu laufen, auch wenn sich das eben Geschriebene für den Leser anders anfühlt. Jede Veränderung braucht seine Zeit. Ich habe hinter die Fassade geblickt, zwischen den Zeilen gelesen. Vielleicht bricht irgendwann der Stolz ab, fällt die Krone, stürzt der Thron, auf dem manche Menschen sitzen. Ich bin sicher, dass es so sein wird. Meine Mutter kommt nun doch nicht zur Urnenbeisetzung. Sie kann nicht. Erst hat sie so ein Trara daraus gemacht und nun? Ja. Ich bin auch hier nicht erstaunt, oder gerührt. Ich empfinde nur Mitgefühl und erzähle ihr, dass es absolut nicht schlimm ist, wenn sie zuhause trauert. Ich weiß, dass sie IHN, meinen Mann heimlich geliebt hat. Sie ahnt nicht, dass ich es weiß. Und damit sie sich nicht verrät, bleibt sie zuhause, bei ihrem Schmerz, ihrer Trauer. Immerhin habe ich jetzt das Papierschiffchen, welche Jupp immer aus den übriggebliebenen Bonbonpapieren gebastelt hatte für sie und eine kleine Miniurne, die sie sich hinstellen kann und wo sie einen Ort zum Trauern findet. Ich bin nicht wütend, ich habe Mitgefühl, endloses Mitgefühl...


© Susann Krumpen

Donnerstag, 20. August 2026

Konto gesperrt, was tun? - Oder doch alles ganz easy?

 Der Tage hasse ich Post. Besonders, wenn ich Umschläge aus dem Briefkasten nehme. Ich weiß nie, welche Rechnung sich hinter in Umschlägen verbirgt. Dieses Mal 3 Umschläge von der Sparkasse. Oh nein! Denke ich, das kann nichts Gutes sein. Bestimmt das gemeinsdame Konto gesperrt, geht es mir durch den Kopf. Ich reisse mit zitternden Händen die Umschläge auf. Oh, Glück gehabt! Nur neue Bankkarten, unsere laufen ab. Aber da, der Name von meinem Mann steht auf der Einen. Ich greife zum Telefon, zögere, aber wähle trotsdem. Als eine Stimme ertönt, möchte ich auflegen. Zu spät. Ich erzähle, dass mein Mann gestorben sei und weiß im Hinterkopf, dass meine Aussagen nicht wieder rückgängig gemacht werden können. Gut, vielleicht muss es so sein. Ich lasse es geschehen. Ärgere mich aber gleichzeitig. Nach dem Telefonat mache ich das Online Banking auf und übertrage die letzten 180 Euro, die auf unserem gemeinsamen Konto sind, auf mein Geschäftskonto. So, denke ich. Jetzt sollen sie mal schauen! Gleich am nächsten Tag meldet sich eine Mitarbeiterin von der Sparkasse, in mir laufen die Nervenbahnen auf Hochtouren. Sie erklärt, dass sie die Sterbeurkunde brauchen und den Nachweis vom Amtsgericht, es liegt ja ein Testament vor, dessen notariell beglaubigte Abschrift bei mir zuhause liegt. Ich zögere. Sie meinte, fahren Sie doch einmal vor Ort, nehmen  Sie Ihre Unterlagen mit und dann geht es weiter. Also fahre ich. Es gibt sowieso kein Zurück mehr. In der Bank ist alles schnell erledigt. Gar keine Wartezeit. Ich kaufe noch ein und fahre nach hause. Angekommen, das Telefon blinkt. Ich bin irgendwie wütend, das es blinkt. Und gehe dran, wähle , es meldet sich eine Mitarbeiterin der Bank. Ach, erklärt sie mir, Sie haben Post , schauen Sie mal online in Ihrem Nachrichtenordner. Den Namen Ihres Mannes habe ich soeben herausgenommen. Ich stutze. Sie erklärt aber munter weiter, dass ich nur noch die unterschriebenen Ausdrucke wieder in der Bank abgeben müsste und dann wäre das alles erledigt. Ich begreife gar nicht so schnell. Alles erledigt? Öffne das Online Banking und siehe da, Jupp steht nicht mehr drin. Gesperrt ist es auch nicht. Mir fällt ein gewaltiger Stein vom Herzen! 


© Susann Krumpen

Mittwoch, 19. August 2026

Ganz in Familie - oder doch nicht? Planung der Urnenbeisetzung Teil 1

 Nachdem ich mit jeder Partei mindestens 30 Minuten telefoniert hatte, waren fast 3 Stunden vergangen. Jedem das Selbe erzählen. Der Eine kann, der Andere nicht. Wieso Pappbecher im Friedwald, warum sind keine Blumen erlaubt, warum feste Schuhe und keine schwarze Kleidung, warum kein koffeinfreier Kaffee, warum, warum, zu viele Warums. Mein Kopf dröhnt, ich habe eine Kopfschmerztablette genommen. Das erste Gespräch mit meinem Bruder, er möchte mit seiner Familie nicht dazu kommen, ich höre mir seine Gründe an, obwohl es nichts zu begründen gibt, und stimme der Sache völlig zu. Mein Inneres sagt mir, wer nicht kommt, ist nicht dabei. Das hat nichts mit Jupp oder mir selbst zu tun. Andere Menschen sehen das anders, das dürfen sie auch. Meine Schwester meinte, sie fände das nicht in Ordnung, hätte es schöner gefunden, wenn wehnigstens der eigene Bruder mit dabei gewesen wäre. Alte Wunden reissen auf. Ich kann es fühlen. Schon im Urlaub hat sie sehnsüchtig auf ihn gewartet, er kam nicht, hatte angeblich Besuch. Ich versuche mich, davon zu distanzieren, obwohl es auch an meiner Seele kratzt. Meine Mutter hat nicht viel Verständnis dafür, dass zur Urnenbeisetzung ehemalige Wegbegleiter, die ich noch nicht einmal oder nur flüchtig kenne oder kannte dazukommen. Sie selber wollte Anfangs nirgends hingehen, nicht zur Trauerfeier, nicht zur Urnenbeisetzung. Jetzt macht sie so ein Trara daraus. Fürchterlich.  Denn ich finde, jeder, ob er sich zu Lebzeiten gekümmert hat, oder nicht, sollte wehnigstens die Möglichkeit bekommen, hier Abschied nehmen zu dürfen. Dabei ist es für mich unerheblich, ob ich die Person gekannt habe, oder auch nicht. Ich merke es deutlich an den Denklücken, die sie hat und dem darauffolgenden Satz" Ja musst du ja wissen, es war ja dein Mann" Und es war nicht nur mein Mann, ER war auch Chef, Kollege, Freund, Nachbar, Kunde, Angestellter Familienvater, Ehemann, Exehemann oder Gefährte von Menschen, mit denen Er in Berührung gekommen war. All das zusammen machte ihn als den Menschen aus, den ich so geliebt habe. Und ich finde es schade, wenn irgendjemand gerade jetzt diese einzige Möglichkeit verpassen würde. Jeder Mensch braucht seinen Seelenfrieden. 


© Susann Krumpen

Dienstag, 18. August 2026

Tage gibts - noch weniger als MF - vs Großstadtschnauze

 Diese Tage sind ruhig, manchmal zu viel. Zu ruhig. Da suche ich Beschäftigung. Und sehe, dass mein Fenster im Büro auch wieder mal geputzt werden müsste. Mein Sohn ist noch da. Wie manche Menschen es schaffen, früh, wenn die WElt noch halb schläft schon mehr als 120 Prozent zu geben. Zu laut, zu viel Machogehabe. Ich mag es nicht, wenn er so tut, als wäre durch seine Aktionen die Welt gerettet. Zuviel heiße Luft. Er will mir zeigen, dass ER der Macher ist, betont ausdrücklich, was ER alles für mich getan hat. Stimmt, er hat geholfen, die Münzen und das Gewehr verkauft. Ich habe ihm einen großteil davon überlassen, zum Einen, weil ich mir irgendwann nicht nachsagen lassen möchte, was ER alles für mich getan hat. Zum Anderen als Test für sein Leben, Er weiß es nur noch nicht. Der umgang mit anderen Menschen steht bei mir auf der obersten Rangliste,  Lebenserfahrung einsammeln, würde ich es nennen. Ich hoffe, er liest dieses Buch mit einem Lächeln im Gesicht. Tränen wären auch okay. Ich mag es aber eher leise. Ich selbst habe die Erfahrung gemacht, dass leise Menschen viel mehr erreichen können. Sie zertreten wehnigstens kein Porzellan. 

© Susann Krumpen




Montag, 17. August 2026

Drei Tag nach der Trauerfeier - Gedanken am Rande

 Meine Gedanken kreisen nun um die Zeit zwischen den Welten. Wie bedanke ich mich für die Trauerkarten und die finanzielle Zuwendung der Dorfbewohner und der, die anonym geblieben sind? Und was sage ich denen? Ich habe noch keine Ahnung, was da als angemessen empfunden wird. Zwei Tage nach der Trauerfeier ich mich bei der Dorfgemeinschaft für die Ausstattung der Trauerfeier bedankt. Es waren ungefähr oder schätzungsweise an die fünfzig Leute da. Es wurde gegrillt, Salate gebracht, Kuchen gebacken. Die Getränke und das Toilettenpapier bereitgestellt und überhaupt alles, was dazu gehört. Weiße Tischdecken, Blumen (ausser den Tischschmuck den ich extra dafür gekauft hatte) den Kaffeeautomaten aus der Kirchengemeinde, nebst fünf Thermoskannen, die dann doch nicht verwendet worden sind. Ausserdem die Grillkohle, die zwei Grill und Leute, die sich bei dem Wetter bereit erklärt hatten, das Fleisch und die Würstchen zu grillen. Es waren besteimmt 36 Grad im Schatten. All das und noch viel mehr wurde von der Dorfgemeinschaft organisiert und auch eingehalten. ich fühlte mich gehalten. Anders kann man es wirklich nicht ausdrücken. Aber wieder eine Nachricht in die WhattsApp? Mein Gefühl schreit "nein" nicht schon wieder. Es muss auch endlich Schluss sein, mit meinen Belangen. Sie haben wirklich genug getan. Zumal dort schon eine Nachricht "Einladung zum Sommerfest" steht, kann ich da nun nicht nochmal mit einer weiteren Danksagung kommen. Und mir fällt ein, dass sich andere Menschen, deren Angehörige gestorben waren, auch nicht noch einmal extra bedankt haben. Aber mein Gefühl lässt den Gedanken noch nicht los, bis ich es für mich selbst als bereinigt ansehe. Menschen sind eben unterschiedlich. Mir fällt auch ein, dass meine Schwester noch 20 Karten für die Danksagung bereitgestellt hatte. Erst wollte ich sie nicht, weil ich sie unsinnig fand, aber wenn ich so recht nachdenke, warum sollte ich sie nicht verwenden? Es wäre doch etwas schade drum. Andererseits aber kommt ja noch eine Danksagung in die örtliche Zeitung. Ich hatte die Bestatterin angeschrieben, aber sie hat noch nicht antworten können, so wie sich das Verhalten durch die gesamte Zeit gezogen hat. Eigentlich etwas schade, das Gefühl zu haben, dass Fragen nicht zeitnah beantwortet werden können, gerade bei so einem sensiblen Thema. und noch etwas geht mir durch den Kopf. Die Urnenbeisetzung im Friedwald steht bevor. Am Samstag.  Eigentlich habe ich davor keine Angst, aber ich überlege, ein paar Worte zu sprechen und frage mich, wie das ablaufen könnte. 


© Susann Krumpen

Freitag, 14. August 2026

Tag der Trauerfeier - Gäste und so weiter

Die Nacht war grauenvoll, ich hatte fast nicht schlafen können und meine Gedanken kreisten nur und immer wieder um den Ablauf der Trauerfeier. Ich stand zeitig auf, an Schlaf so wieso nicht mehr zu denken. Zähneputzen, etwas waschen und direkt zum Kaffeeautomaten. Seit gefühlten 8 Wochen mache ich nichts anderes, wie Kaffee kochen und trinken, Gäste bewirten, Betten beziehen, Essen einkaufen, welches ich im Normalfall nie gebraucht hätte. Meine Schwester, mein Schwager schliefen in meinem Schlafzimmer, dem größten Raum im Haus mit ihrem Hund. Micha schlief in der Stube auf der ausgezogenen Couch und für mich blieb die Besuchermatratze im Büro. Grauenhaft! Der Rücken schmerzte schon früh. Egal, ich musste weiter kommen. Kaffee mit Milch und Zucker war meine Rettung. Frühstück vorbereiten, Brötchen aufbacken, selbst gemachte Marmelade und so weiter. Lust hatte ich nicht. Nach dem gemeinsamen Frühstück warten. Warten auf die Gäste von Jupp seiner Familie, seine Kinder. Nach gefühlten Stunden kamen sie. Sohn und Schwiegertochter, die Enkel, die ich jahrelang nicht mehr gesehen hatte und deren Freunde, die witzigerweise den selben Vornamen trugen. Die Tochter mit Mann aus zweiter Ehe. Kinder gab es da nicht. Insgesamt waren wir dreizehn Leute aus zwei Familien. Man stellte sich vor, umarmte sich. Ich weiß heute nicht mehr, wer mich umarmt, und wen ich eigentlich umarmt hatte. Wir gingen gemeinsam zum Friedhof, zur Trauerkapelle. Die Bestatterin rief an und fragte nach der Musikliste, ich erklärte ihr, dass ich ihr das bereits vor drei Wochen per Mail geschickt hatte. Die Liste selbst hatte ich dem Pfarrer mitgegeben. Das Bild, welches meine Schwester mitgebracht hatte war viel zu klein, Jupp war darauf kaum richtig zu sehen. Na gut, ich muss loslassen, so denke ich. Lass es einfach laufen, ich kann da nichts mehr ändern und es schont auch meine Nerven. Gute Entscheidung.


© Susann Krumpen

Donnerstag, 13. August 2026

Der Tag vor der Trauerfeier - 30 Grad im Schatten

 Natürlich ist es schön draußen, nur nicht für mich. Es ist Badewetter. Früh plus 4 Grad und tagsüber steigt das Thermometer bis über 30 Grad. Ich frage mich, nach alldem, was ich besorgt habe, ob das Grillen in der Mittagshitze noch einen Sinn ergibt und wer sich da bei dem Wetter hin stellen soll. In meinem Kopf sind die Gedanken. Was passiert, wenn wegen dem Wetter keiner kommt? Was wird sein, wenn ich auf dem Grillgut sitzen bleibe? Was ist, wenn alles nicht so sein wird, wie ich es mir vorgestellt hatte, oder wie es geplant gewesen ist? Das Wetter ist die entscheidene Frage. Einige Dorfbewohner haben abgesagt, weil sie angeblich morgen arbeiten müssen. Kann sein, oder auch nicht. Ich will es mal glauben. Aber was ist, wenn... Mein Kopf hämmert. Ich versuche die Tatsachen zusammenzufügen. Moment mal. Es ist Mittagszeit, keiner von denen, die kommen, haben was gegessen, höchstens ein Frühstück. Trotsdem, es ist Mittagszeit. Die Familienmitglieder sind dreizehn Leute, das ist nicht viel, aber auch nicht wenig. Gabi, die das alles hier organisiert hat, hat bemerkt, dass Essen wohl genug da sein wird. Das denke ich auch. Immerhin habe ich 80 Würstchen und 50 Stück Fleisch gekauft. Getränke sollten eigentlich reichen. Die Dorfgemeinde hat gebacken. Kuchen und Kaffee. Der Pfarrer isst auch mit, das ist Tradition, schon mal 14. Na immerhin. Ach, was mache ich mir eigentlich Sorgen, es kommt, wie es kommt. Auch bei der Hitze. Wenn nun Feuerwehrfest wäre, müsste es auch gehen. Und ehrlich gesagt, Hunger und Appetit hat man immer. Nur der Anlass ist dann ein Anderer, das ist der einzige emotionale Unterschied. Vielleicht kann man die Bänke ja auch so stellen, dass ein wenig Schatten darauf fällt. Schauen wir mal, was und wie es kommt. Ich werde womöglich eine schlaflose Nacht haben. 


© Susann Krumpen