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Dienstag, 1. September 2026

Testament und Nachlasspflege

Immer wieder versuche ich das zuständige Gericht zu erreichen. Nachlasspflege, wie man es nennt. Vergebens. Auch mit der beglaubigten Kopie vom Testament bekomme ich hier nicht, was ich brauche. Die ewige telefonische Bandansage Warteschleife, ich höre was von Urlaubszeit, Umstellung auf elektronischem Wege, was imer das heißen mag und Verständnis haben. Mein Verständnis ist restlos erschöpft. Für mich alles Ausreden. Es bewegt sich nichts. Gar nichts. Einerseits ja gut, andererseits schlecht, da der Verbleib einiger Gelder eben nicht geklärt werden kann. Ärgerlich das Ganze. Ich versuche es erneut, keine Chance, nicht die Minimalste. ALso versuche ich den umgekehrten Weg, rufe die Bank an und spreche dort, ob die Kopie von dem Testament ausreichen würde. Dort schilderte ich den Fall und man sagte mir, dass eine Kopie des notariell beglaubigten Testaments völlig ausreichen würde. Nun, während ich alles kopierte, gingen mir verschiedene Gedanken und Szenarien durch den Kopf. Was macht eigentlich eine Witwe, oder ein Witwer, der diese Möglichkeit nicht hat, warten muss, bis ihm oder ihr jemand hilft und hin nehmen muss, dass es entweder lange dauert, oder womöglich gar nicht klappt? Ich finde es unverantwortlich, dass, wie in meinem Fall, die Fürsorge um das weitere Geschehen mit der Rechnung vom Bestattungsinstitut endet. Selbst der Versichenälteste bringt zwar den Antrag auf den Weg, aber woher weiß man eigentlich, ob da nochwas fehlt oder wie lange es dauert? Fragen über Fragen...

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