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Dienstag, 25. August 2026

3 Tage nach der Trauerfeier - Gedanken zum Überleben

Seit gestern bin ich zuhause. Ich fühle mich nicht gut. Es gibt Momente, in denen ich nur da sitze, und im Büro vor mir hin starre, ins Leere. Mein Kopf will dann auch nicht mehr arbeiten. Heute bin ich erkältet. Seit 21 Jahren, und darüber hinaus hatte ich nichts dergleichen, ich war immer im Lot. Aber jetzt? Jeder, dem ich begegne, will nach Möglichkeit wissen, wie es war, wie es abgelaufen ist. Sensiationspresse. Einige Karten zum Verteilen liegen noch hier auf dem Schreibtisch und warten darauf, an den richtigen Absender gebracht zu werden. Der Berg von Unaufhörlichem scheint im Moment unüberwindbar. Heute früh war ich zur Physiotherapie, totale Verspannung in den Schultern. Ich rede da nie viel, versuche mit den Übungen mitzugehen, um das Maximalste aus der Behandlung herauszuholen. Ich habe gerade 6 Termine, von denen sicher schon 3 benutzt worden sind. Nach den jeweiligen Behandlungen scheint es mir etwas besser zu gehen. Ich möchte so Vieles, die Kraft reicht gerade mal, um den Tagesablauf zu gestalten und sich hin zu legen. Ich bin enttäuscht, möchte, dass der Zustand aufhört, weiß aber nicht, was ich tun soll. Deshalb versuche ich so weiter zu machen, wie bisher. Den morgigen Dienst beim FairTeiler habe ich abgesagt. Ich schaffe es schlichtweg nicht. ..


© Susann Krumpen



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