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Donnerstag, 13. August 2026

Der Tag vor der Trauerfeier - 30 Grad im Schatten

 Natürlich ist es schön draußen, nur nicht für mich. Es ist Badewetter. Früh plus 4 Grad und tagsüber steigt das Thermometer bis über 30 Grad. Ich frage mich, nach alldem, was ich besorgt habe, ob das Grillen in der Mittagshitze noch einen Sinn ergibt und wer sich da bei dem Wetter hin stellen soll. In meinem Kopf sind die Gedanken. Was passiert, wenn wegen dem Wetter keiner kommt? Was wird sein, wenn ich auf dem Grillgut sitzen bleibe? Was ist, wenn alles nicht so sein wird, wie ich es mir vorgestellt hatte, oder wie es geplant gewesen ist? Das Wetter ist die entscheidene Frage. Einige Dorfbewohner haben abgesagt, weil sie angeblich morgen arbeiten müssen. Kann sein, oder auch nicht. Ich will es mal glauben. Aber was ist, wenn... Mein Kopf hämmert. Ich versuche die Tatsachen zusammenzufügen. Moment mal. Es ist Mittagszeit, keiner von denen, die kommen, haben was gegessen, höchstens ein Frühstück. Trotsdem, es ist Mittagszeit. Die Familienmitglieder sind dreizehn Leute, das ist nicht viel, aber auch nicht wenig. Gabi, die das alles hier organisiert hat, hat bemerkt, dass Essen wohl genug da sein wird. Das denke ich auch. Immerhin habe ich 80 Würstchen und 50 Stück Fleisch gekauft. Getränke sollten eigentlich reichen. Die Dorfgemeinde hat gebacken. Kuchen und Kaffee. Der Pfarrer isst auch mit, das ist Tradition, schon mal 14. Na immerhin. Ach, was mache ich mir eigentlich Sorgen, es kommt, wie es kommt. Auch bei der Hitze. Wenn nun Feuerwehrfest wäre, müsste es auch gehen. Und ehrlich gesagt, Hunger und Appetit hat man immer. Nur der Anlass ist dann ein Anderer, das ist der einzige emotionale Unterschied. Vielleicht kann man die Bänke ja auch so stellen, dass ein wenig Schatten darauf fällt. Schauen wir mal, was und wie es kommt. Ich werde womöglich eine schlaflose Nacht haben. 


© Susann Krumpen

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