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Dienstag, 8. September 2026

Von Sternschnuppen und geheimen Wünschen

 Ich sitze noch bei einem Glas Holunderbeersaft im Liegestuhl und denke über die Begegnung mit meinem Nachbarn nach, der sich Tomaten und eine Paprika von der anderen Nachbarin geholt hat, obwohl er und seine Frau behauptet hatten, dass sie selber genug hätten. Sie gießen dort die Tomaten, während der Abwesenheit. Ich frage mich, ob das Absicht war oder sie die Erlaubnis dazu hatten? Ach, so denke ich, wirf den Gedanken über Bord, was geht es mich an. Ab ist ab. Sollen doch alle denken, was immer sie wollen. Und ich schaue zum Himmel, die ersten Sterne leuchten schon dort. Es ist nach 21 Uhr. Da! Was war das? Eine Sternschnuppe, ein Komet? Ich schaue dem Streifen, der soeben vom Himmel flog hinterher. Langsam kommt ein Lächeln in mein Gesicht. Ja, das Lächeln ist selten. Gerade jetzt. Aber dennoch. Ich vergrabe mich nicht und frage mich, ob das Hinterherwünschen noch gilt. Schnell habe ich einen geheimen Wunsch parat. Den ich leise ausspreche, damit die Engel ihn in den Himmel mitnehmen können. Er soll sich ja auch erfüllen. Hoffentlich haben sie schnelle Flügel! 


© Susann Krumpen

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